Das Westportal ist der letzte Abschnitt des Semmering-Basistunnels
10.12.2019

Das Westportal ist der letzte Abschnitt des Semmering-Basistunnels


Ab 2026 reisen die Fahrgäste in weniger als zwei Stunden von Wien nach Graz.

Die baulichen Hauptarbeiten werden von der Firma PORR durchgeführt und erfolgen in mehreren Phasen sowie unter laufendem Bahnbetrieb

Der Gleisbereich wird so adaptiert, dass die Strecke des Semmering-Basistunnels in die bestehende Semmeringstrecke eingebunden ist. Dafür müssen die Gleisanlagen teilweise komplett erneuert werden. Insgesamt werden neun Kilometer Gleise verlegt, 31 Weichen eingebaut und 41.000 Tonnen Schotter benötigt.

Diese komplexe Baustelle bringt einige besondere Aufgaben mit sich. Viele voneinander zeitlich abhängige Bauabschnitte werden teilweise gleichzeitig ausgeführt. Mit einer gut geplanten Logistik und Baustellenversorgung sorgt die PORR für eine erfolgreiche Abwicklung. Bei der Ausführung der insgesamt 84 Bauphasen müsssen alle Projektbeteiligten perfekt aufeinander abgestimmt sein. Auch wenn derartige Bauarbeiten zu den Kernkompetenzen der PORR gehören, stellt der aktive Bahnbetrieb auf der Strecke und im Bahnhofsbereich eine herausfordernde Situation für das Projektteam dar.
Im Zuge der Bauarbeiten wird auch der denkmalgeschützte Bahnhof Mürzzuschlag kundenfreundlicher und moderner gestaltet. Zudem wird der Vorplatz attraktiver und eine Park&Ride-Anlage für 370 Parkplätze geschaffen. Das äußere Erscheinungsbild wird aufgrund des Denkmalschutzes, dem aus dem früheren 20. Jahrhundert ähneln.
Zum ersten Mal arbeitet die PORR mit mit einer qualitätsverantwortlichen Person, kurz QVP, zusammen. Sie ist auf Seiten des Auftragnehmers für die Eigenüberwachung der Ausführung sowie die Grundlagen der Konformitätserklärung auf der Baustelle zuständig.
Um die Bauabläufe zu optimieren., setzt die PORR bei diesem Projekt auf thinkproject.

thinkproject Modul Eigenüberwachung

Ein Projekt solchen Ausmaßes verlangt nach einer stringenten Organisation und Kontrolle. Dazu schreibt die ÖBB als Bauherr der PORR eine Eigenüberwachung zur laufenden Qualitätskontrolle vor.
Zur Optimierung der Eigenüberwachung werden die Arbeitsprozesse sowie -struktur in thinkproject digital abgebildet und gesteuert. Diese automatisierte Kontrollmethode sorgt für eine lückenlose Dokumentation und ermöglicht somit einen flächendeckenden Nachweis für den Auftraggeber ÖBB.
Die schnellen Ergebnisse der digitalen Eigenüberwachung beschleunigen die Abstimmungsprozesse und erleichtern somit den Bauablauf. Zudem sind die Daten für weitere Statistiken, Reportings, Überprüfungen usw. von Vorteil. Da alle Dateien wie Fotos, Prüfzertifikate, Teilplanausschnitte in den Kontrollprozess miteingebunden sind, ist die Nachweispflicht auch für selektive Dokumentationen sofort und per Knopfdruck erfüllt.

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