Nachbericht zur Baustellenexkursion Börseplatz 1
17/06/2019

Nachbericht zur Baustellenexkursion Börseplatz 1


Teilnehmende Firmen: VAMED VKP, VAMED VSG, ECC Projektconsult, Stadtbaumeister Wagner+Partner, SoReal, ESCROB Consulting, Baukult ZT, BMDW, UBM Development, Stadt Graz-Präsidialabteilung, NOE Immobilien Development, PASMOS ZT, KS Ingenieure ZT,VAMED-KMB, ÖVW, VAMED VSG, Burghauptmannschaft Österreich, Baumanagement RESSEL e.U., IFA AG, Umdasch Group Ventures, WH Arena Projektentwicklung, cpi Immobilien, SORAVIA.

Am 6. Juni 2019 luden wir mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung der Firma MR1 Holding zur Baustellenexkursion Börseplatz 1, eines der wohl aufwendigsten Bauprojekte in Wien.

Treffpunkt war um 9:00 Uhr im Baubüro in der Wipplingerstraße, wo unsere Gäste auch gleich mit Kaffee versorgt wurden.

Im Besprechungsraum bekamen wir anhand eines Vortrags von Herrn Benedikt Zankel (Gesamtprojektleitung und Bauherrenvertretung, True Value Development GmbH) einen ersten Eindruck zu dem bemerkenswerten Projekt. Nach den Fakten zu dem Bauwerk, erläuterte Herr Zankel die Unterschiede und Herausforderungen, die ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude im Gegensatz zu einem Neubau mit sich bringt.

Schon die Umwidmung der ursprünglichen Telegrafen Centrale in ein Wohngebäude war von großem Aufwand geprägt. Um historische Elemente zu erhalten, können viele Arbeiten am Gebäude nur manuell ausgeführt werden. So wurden u.a. die Säulen per Hand geschliffen und in ihrer ursprünglichen Formgestaltung wiederhergestellt.

Am Gebäude wurden zudem sieben Farbschichten festgestellt. Es gilt die aus historischer wie auch bauphysikalischer Sicht erhaltenswerte Schicht festzulegen und wiederherzustellen. Auch Gestein musste analysiert werden, um es mit gleichem Material wieder zu ersetzen. Neben den permanenten Freigaben durch das Denkmalamt, sind dies nur drei von vielen Besonderheiten, die ein erhaltenswertes Objekt mit sich bringt.

Natürlich muss ein Projekt mit diesem Ausmaß straff und stringent organisiert werden. Das war Thema des 2. Vortrags von Herrn Wolfgang Fischer (Account Manager, think project! GmbH). Am Börseplatz 1 sind 24 Gewerke tätig, die koordiniert und kontrolliert werden müssen. Zudem gibt es viele Schnittstellen, Prüfungen und Freigaben. Die Projektleitung entschied sich daher zur Unterstützung think project! einzuführen. Die Anforderungen an die Projektplattform waren insbesondere die Abbildung einer Aufbau- und Ablauforganisation, einheitliche Kommunikationsstrukturen sowie projektspezifische Prozesse. think project! sichert beim Börseplatz 1 eine strukturierte, gezielte Kommunikation und organisiert das Informations- und Prozessmanagement. Projektrelevante Informationen gehen nicht verloren und stehen dem Projektteam bei Übergabe vollständig zur Verfügung.

Nach dem theoretischen Teil ging es mit der nötigen Sicherheitsausrüstung ausgestattet auf die Baustelle. Die Gruppe wurde aufgeteilt und mit professioneller Begleitung durch die Baustelle geführt.

Start war im Erdgeschoss (die Stockwerke darunter sind Parkplätze) und endeten im Dachgeschoss. Schon das erste im Erdgeschoss befindliche Wohnzimmer mit einer imposanten Raumhöhe von ca. 6 Metern brachte die Teilnehmer ins Staunen. Im Dachgeschoss angelangt, erwartete uns der von Ignaz Gridl entworfene Dachstuhl: eine spektakuläre Gusseisenkonstruktion. Eine Eigenheit dieses Metalls ist, dass er kalt vernietet werden muss, da ansonsten die Hitze den Baustoff zum Schmelzen bringt. Eine weitere Besonderheit ist die Belüftung dieses Gebäudes. Unter dem Hermann-Gmeiner-Park befinden sich alte Lüftungsschächte. Diese führen unter der Straße zum Gebäude bis hin zu den Säulen. Diese sind innen hohl und dienen der Luftverteilung. Das in die Jahre gekommene System wird erneuert und wird auch später für die kontrollierte Raumlüftung zum Einsatz kommen.

Nach ca. einer Stunde fanden sich die Gruppen wieder beim Ausgangspunkt ein.

Abgerundet wurde die Baustellenexkursion mit dem abschließenden gemeinsamen Mittagessen im Restaurant „Hansen“, wo noch die Möglichkeit zum Netzwerken genutzt wurde.

Vor allem die Erfahrungen, die das Projektteam in der Revitalisierung eines Denkmalschutz Gebäudes gesammelt und mit den Gästen geteilt haben, ließ die Exkursion zu einem lohnenden Ereignis werden.

Wir sagen Danke!

Neben den Teilnehmern möchten wir uns herzlich und insbesondere bei dem Gastgeber Herrn Benedikt Zankel bedanken, der diese Führung auch möglich gemacht hat.

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