Digitalisierung – Data Worth Knowing: Ein Wendepunkt für die AECO-Branche
12.10.2020

Digitalisierung – Data Worth Knowing: Ein Wendepunkt für die AECO-Branche


Während die AECO-Branche (Architektur-, Ingenieurbau, Konstruktion und Betrieb) Digitalisierung nur zögerlich umgesetzt hat, bietet jene in diesem Sektor große Chancen für Früh-Anwender (sog. Early Adopters), ohne das Rad neu erfinden zu müssen. Die Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie beispielsweise hat den Weg zur Digitalisierung geebnet, indem sie Prozesse und Technologien bereitgestellt hat, die auch in der AECO-Branche für eine erfolgreiche Digitalisierung eingesetzt werden können. Dadurch ist es möglich, wertvolle und umsetzbare Erkenntnisse aus den zunehmenden Datenmengen zu gewinnen, die im Laufe der Projektlebenszyklen anfallen. Diese wissenswerten Daten, "Data worth knowing", schaffen einen geschäftlichen Mehrwert und können genutzt werden, um Mitwerber zu überholen und in der Branche voranzukommen.

Warum braucht die AECO-Branche die Digitalisierung?

Die AECO-Branche arbeitet mit großen Informationsmengen, aber veraltete Prozesse, strukturelle Fragmentierung, Widerstand gegen Veränderungen und niedrige Gewinnmargen haben es schwierig gemacht, diese Daten voll auszuschöpfen und die Modernisierung der Branche voranzutreiben.

Obwohl in den letzten Jahrzehnten einige Schritte in Richtung Digitalisierung unternommen wurden - einschließlich CAD, Cloud-basierte SaaS-Lösungen und mobile Kommunikation dank der Einführung von Tablets und Smartphones - bleibt AECO bei der Einführung digitaler Kommunikationstechnologien hinter anderen Branchen zurück. Die Implementierung von Prozessen und Standards für Building Information Modeling (BIM) kann AECO-Unternehmen dabei helfen, die Zusammenarbeit zu verbessern und neue Ansätze für Beschaffung, Planung, Entwurf, Konstruktion sowie datengesteuerten Betrieb und Wartung zu entwickeln.

BIM und die digitale Transformation

Die Einführung von BIM hat die Art und Weise, wie die Industrie über Daten denkt, verändert. BIM macht es möglich, datengesteuerte, kollaborative Prozesse in allen Phasen des Projektlebenszyklus zu nutzen. Darüber hinaus brechen Cloud-basierte Anwendungen zur gemeinsamen Nutzung von Daten Datensilos auf, indem sie interdisziplinäre grafische und nicht-grafische Daten an einem Ort zugänglich machen. Diese digitalen Werkzeuge ermöglichen es, Daten zu visualisieren und effektiv zu analysieren, wie gebaute Projekte verwaltet, geliefert, betrieben und gewartet werden.

Durch die Unterbringung bisher "silobasierter" Daten aus Beschaffungs-, Planungs-, Entwurfs-, Konstruktions-, Bau-, Inbetriebnahme- und Übergabetätigkeiten in einer einzigen digitalen Umgebung - wie z.B. einem CDE - können AECO-Unternehmen detaillierte Einblicke in ihre Daten gewinnen, die zur Bereitstellung wertvoller Informationen für Kunden und Aufsichtsbehörden sowie zur Innovationsförderung genutzt werden können.

Wie können AECO-Unternehmen Einblicke in Daten nutzen, um voranzukommen?

In der Vergangenheit wurde die Datenerhebung in erster Linie dazu verwendet, Projekte und Status-Updates zusammenzufassen, einschließlich der Frage, wer was wann getan hat. Mit fortschreitender Digitalisierung begannen die Plattformen mehr zu tun als nur die gemeinsam genutzten Daten zu speichern - sie begannen, komplexe Prozesse zu verwalten und die Datenerfassung in Echtzeit zu ermöglichen. Diese Organisation der Daten ermöglichte es, auf Mikrodaten wie bestimmte Modelle, Dateien oder Benutzer zuzugreifen oder tiefere Einblicke in Executive Dashboards oder Monatsberichten zu erhalten.

Analytische Anwendungen, die es ermöglichen, Business Intelligence aus großen Datenmengen zu extrahieren, liefern reichhaltige Erkenntnisse, die einen Mehrwert schaffen und aus denen gelernt werden kann. Daten, die Wert schaffen oder damit verbunden sind, wie Wert gemessen oder belohnt wird, haben einen realen Wert. Dies sind Daten, die wissenswert sind, ‚Data Worth Knowing‘.

Weitere Informationen darüber, was die AECO-Branche aus den im Rahmen der Projektdigitalisierung gesammelten Daten lernen kann, finden Sie in unserem neuesten Whitepaper ‚Data Worth Knowing‘.

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